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Arbeitspaket 5: Rekonstruktion sicherheitsrelevanter Deutungen (Nienburg) Arbeitspaket 7: Öffentlichkeitsarbeit Arbeitspaket 6: Lokale (Sicherheits-) Identitäten (Vechta) Arbeitspaket 4: Sicherheitsrelevante Verarbeitungsmuster (Vechta) Arbeitspaket 3: Sicherheitsrelevante Akteure der exemplarischen Region (Vechta) Arbeitspaket 2: Sicherheitsrelevante Daten der Region (Vechta) Arbeitspaket 1: Theoretisches Rahmenmodell zur Erfassung und Typisierung ländlicher Sicherheitsmentalitäten (Vechta und Nienburg)

Die Rekonstruktion sicherheitsrelevanter Verarbeitungs- und Deutungsmuster sowie mentaler (Sicherheits)Karten ausgewählter regionaler Akteursgruppen ist die Voraussetzung für die Typisierung von Sicherheitsmentalitäten. Zentraler Gegenstand des Arbeitspaketes 5 ist die Erfassung dominanter sozialer Deutungen von (Un)Sicherheit im Sinne vorherrschender örtlicher Verunsicherungen und wahrgenommener Bedrohungen bezogen auf Personen und soziale Gruppen im sogenannten „crime talk“, also den alltäglichen Kriminalitätsgesprächen.

Anhand von Gruppendiskussionen wird der crime talk und die dort enthaltenen Sicherheitseinstellungen und kollektiven Orientierungsmuster von verschiedenen professionellen wie zivilgesellschaftlichen Akteuren oder Bürger/innen erhoben. Die Rekonstruktionsergebnisse werden u. a. in Form mentaler Karten dargestellt. Dieser explorative Untersuchungsschritt dient zugleich der Vorbereitung einer quantitativen Erfassung von Sicherheitsidentitäten in Arbeitspaket 6. Darüber hinaus werden innovative Erhebungstechniken (Gruppendiskussionen in Verbindung mit mentalen Karten) erprobt und weiterentwickelt.

Verantwortlich für das Arbeitspaket sind Prof. Dr. Daniela Klimke und Marlene Tietz, M.A.

Im Rahmen des Arbeitspaketes werden durch alle Verbundpartner_innen Ergebnisse der Forschung an die wissenschaftliche Fachöffentlichkeit wie an interessierte Praktiker_innen weitergegeben. Neben Vorträgen und Veröffentlichungen zählen hierzu auch die Organisation und Realisation von Workshops sowie der Abschlusstagung. Darüber hinaus wurde eine Projekthomepage (www.simenta.de) erarbeitet und Poster der einzelnen Bausteine erstellt.

Workshops und Abschlusstagungen

06.02.2013: Ländlichkeit und Sicherheit, Universität Vechta

05.02.2014: ´Hier ist die Welt noch in Ordnung?!? Soziale Kohäsion und Sicherheit im ländlichen Raum, Universität Vechta

28.01.2015: „Sicherheit im ländlichen Raum: Analysen – Ergebnisse – Perspektiven“, Universität Vechta

Vorträge

Oelkers, N. (2013): Impulsreferat „Sicherheit im ländlichen Raum“, Vortrag im Rahmen des Panel Technologische Forschung & Gesellschaftliche Dimensionen, Workshop: „Sichere Gesellschaften – Gesellschaftliche Aspekte der europäischen Sicherheitsforschung“, Bibliothek Solvay, Brüssel

Oelkers, N. (2015): Sicherheitsmentalitäten im ländlichen Raum. Vortrag im Rahmen der Tagung des Forschungskonsortiums „Think rural!“: „Daseinsvorsorge und Gemeinwesen im ländlichen Raum“, Universität Greifswald

Oelkers, N./Schierz, S. (2013): Projektskizze SIMENTA – Sicherheitsmentalitäten im ländlichen Raum. Vortrag im Rahmen des Workshops „Ländlichkeit und Sicherheit“, Universität Vechta

Oelkers, N./Schierz, S. (2014): “Kriminalität passiert wo anders“: Ländliche Räume zwischen Kohäsion, informeller Kontrolle und ontologischer Unsicherheit. Vortrag im Rahmen des Workshops „´Hier ist die Welt noch in Ordnung?!? Soziale Kohäsion und Sicherheit im ländlichen Raum“, Universität Vechta

Klimke, D. (2013): Wach- und Schließgesellschaft? Großstädtische Sicherheitsmentalitäten am Beispiel Hamburg. Vortrag im Rahmen des Workshops „Ländlichkeit und Sicherheit“, Universität Vechta

Klimke, D. (2015): Warum Sicherheitsmentalitäten als Analyseraster? Vortrag im Rahmen der Abschlusstagung: „Sicherheit im ländlichen Raum: Analysen – Ergebnisse – Perspektiven“, Universität Vechta

Klimke, D./Tietz, M. (2014): Zum Einfluss von Etablierten-Außenseiter-Konflikten im Kontext ländlicher Sicherheitsmentalitäten. Vortrag im Rahmen des Workshops „´Hier ist die Welt noch in Ordnung?!? Soziale Kohäsion und Sicherheit im ländlichen Raum“, Universität Vechta

Schierz, S. (2012): Sicherheitsmentalitäten im ländlichen Raum. Vortrag im Rahmen des BMBF Innovationsforums Zivile Sicherheit, Café Moskau (Berlin)

Schierz, S. (2014): Polizei und Sozialforschung. Vortrag während der Tagung „Chancen und Risiken der universitären Sicherheitsforschung“, Universität Freiburg

Schweer, M. (2013):Vertrauen im Konzept der Sicherheitsmentalitäten. Vortrag im Rahmen des Workshops „Ländlichkeit und Sicherheit“, Universität Vechta

Schweer, M. (2014): Vertrauen und Sicherheitserleben – eine differentielle Perspektive. Vortrag im Rahmen des Workshops „Hier ist die Welt noch in Ordnung?!? Soziale Kohäsion und Sicherheit im ländlichen Raum“, Universität Vechta

Schweer, M. (2015): Vertrauen im Kontext lokaler (Sicherheits-)Identitäten: Eine differentiell-psychologische Perspektive. Vortrag im Rahmen der Abschlusstagung: „Sicherheit im ländlichen Raum: Analysen – Ergebnisse – Perspektiven“, Universität Vechta

Schweer, M./Schulte-Pelkum, J. (2014): A differential view on the relationship between trust, distrust, perceived security and security-related behavior. ImRahmen der internationalenKonferenz: “Trust in the Time of (In-)Security – On the Relationship between the Phenomena of Security and Trust”, Universität Trier

Tietz, M. (2013): Workshop: Ländlichkeit und Sicherheit – Erstellung von Sicherheitskarten. Vortrag im Rahmen des Workshops „Ländlichkeit und Sicherheit“, Universität Vechta

Tietz, M. (2013): Projektvorstellung auf dem Tag der Forschung („Information – Kommunikation – Vernetzung“) an der Polizeiakademie Niedersachsen: „SIMENTA – Sicherheitsmentalitäten im ländlichen Raum“, Hannoversch Münden

Tietz, M. (2014): „Zum Einfluss von Etablierten-Außenseiter-Konflikten im Kontext ländlicher Sicherheitsmentalitäten“ im Rahmen des 2. Simenta-Workshops: „Hier ist die Welt noch in Ordnung?!? Soziale Kohäsion und Sicherheit im ländlichen Raum“, Universität Vechta

Tietz, M. (2014):„Sicherheitsmentalitäten im städtischen und ländlichen Raum“. Vortrag auf dem 2. BMBF-Innovationsforum („Zivile Sicherheit“ – Antworten der Forschung), Berlin

Völschow, Y. (2014): “Hier scheint die Welt noch in Ordnung…” – Sicherheitsbezogene Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster professioneller Akteure im ländlichen Raum. Vortrag im Rahmen des Workshops „Hier ist die Welt noch in Ordnung?!? Soziale Kohäsion und Sicherheit im ländlichen Raum“, Universität Vechta

Völschow, Y. (2015): Sicherheitsrelevante Nachbarschafts- und Vergemeinschaftungsdynamiken in ländlich geprägten Räumen. Vortrag im Rahmen der Abschlusstagung: „Sicherheit im ländlichen Raum: Analysen – Ergebnisse – Perspektiven“, Universität Vechta

Völschow, Y./Helms, Z.-M. (2013): „Hier scheint die Welt noch in Ordnung…“ – Sicherheitsbezogene Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster professioneller Akteure im ländlichen Raum. Vortrag im Rahmen des Workshops „Ländlichkeit und Sicherheit“, Universität Vechta

Veröffentlichungen:

Oelkers, N./Schierz, S. (2014): Sicherheit im ländlichen Raum. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Online-Dossier „Innere Sicherheit“ (im Erscheinen)

Oelkers, N./Schierz, S. (2015): Ländliche Sicherheitsmentalitäten. In: Dollinger, B./Schmidt-Semisch, H. (Hrsg.): Sicherer Alltag? Politiken und Mechanismen der Sicherheitskonstruktion im Alltag. Wiesbaden: VS-Verlag (im Erscheinen)

Schierz, S. (2015): Ländlichkeit, soziale Kontrolle und Kriminalitätserzählungen – Betrachtungen zur Vergemeinschaftung in ländlichen und kleinstädtischen Räumen zwischen Kohäsion und Ausgrenzung. In: Sozialmagazin 3-4/2015 (im Erscheinen)

Tietz, M. (2015): Crime Talk auf dem Lande. Eine Rekonstruktion der dominanten ruralen Deutungsmuster bezüglich (Un)Sicherheit. In: Kriminologisches Journal (im Erscheinen).

Völschow, Y. & Helms, Z.-M. (2015): „Jeder achtet auf den anderen“ – Informelle Kriminalitätskontrolle in ländlich geprägten Regionen. In: Kriminologisches Journal (eingereicht)

In Auseinandersetzung mit den theoretischen Konzepten aus Arbeitspaket 1 und in enger Zusammenarbeit mit Arbeitspaket 5 werden regionale Sicherheitsidentitäten und -mentalitäten unterschiedlicher Bevölkerungs- und Betroffenengruppen typisiert und als Ergebnisse in Arbeitspaket 1 integriert. Zentral ist dabei die Entwicklung, Anwendung und Modifikation von quantitativen Erhebungsinstrumenten zur Erfassung regionaler Sicherheitsidentitäten und -mentalitäten insbesondere mit Blick auf unterschiedliche Bevölkerungs- und Betroffenengruppen. Zentrale Arbeitsschritte in diesem Arbeitspaket umfassen die Fragebogenentwicklung, eine qualitative Vorstudie, die Fragebogenerhebung in der Untersuchungsregion sowie die Auswertung und die Modifizierung des Fragebogens hin auf eine kleinräumliche Auswertung.

Verantwortlich für das Arbeitspaket sind Prof. Dr. Martin K.W. Schweer und Philipp Ziro, M.A..

In Auseinandersetzung mit den theoretischen Konzepten aus Arbeitspaket 1 (theoretisches Rahmenmodell) und in Kooperation mit den Arbeitspaketen 5 (Gruppendiskussion) und 6 (Bevölkerungsbefragung) werden zentrale sicherheitsrelevante Verarbeitungsmuster kriminalisierbarer Routineereignisse herausgearbeitet und typisiert. Zu diesem Zweck findet eine Erhebung und leitfadengestütze Auswertung des Anzeigeverhaltens anhand von Polizeinotrufen innerhalb der Untersuchungsregion statt.

Das Ziel ist es eine „dichte Beschreibung“ des Notruf- und Alarmierungsverhaltens in verschiedenen sozialen Situationen und Konfliktlagen zu schaffen. Die Nutzung der Polizei scheint hierbei einerseits in die lokale (sozialräumliche wie sozial ungleiche) Konstitution des Gemeinwesens wie auch über Habitualisierungen in den Sicherheitsmentalitäten verwurzelt. Vor dem Hintergrund ländlicher Sicherheitsmentalitäten und stellenweise divergierender Sicherheitswahrnehmungen der Bevölkerung ist davon auszugehen, dass verstärkt Alltagskonflikte an die Polizei weitergegeben werden, wenn eigene Lösungsversuche scheitern (geringe Anonymität) und das Straßenverkehrsproblematiken eine zentrale Rolle spielen. Die Ergebnisse werden abschließend in das theoretische Rahmenmodell eingebunden.

Zuständig für die Notrufauswertung sind Prof. Dr. Nina Oelkers, Dr. Sascha Schierz und Jan-Hendrik Stockmann, MA.

In Auseinandersetzung mit den theoretischen Konzepten aus Arbeitspaket 1 (theoretisches Rahmenmodell) und in enger Zusammenarbeit mit Arbeitspaket 2 (sicherheitsrelevante Daten) werden sicherheitsrelevante Akteure der exemplarischen Region identifiziert, kartiert und befragt (z.B. Polizei, Verwaltung, Bewährungshilfe/Soziale Arbeit, private Sicherheitsdienstleister). In diesem Arbeitspaket werden exemplarisch Verarbeitungs- und Deutungsmuster dieser Akteure anhand von Experteninterviews erhoben. Die Ergebnisse werden den anderen Arbeitspaketen zur Verfügung gestellt und beispielsweise in das theoretische Rahmenmodell integriert.

Die verantwortlichen Personen für das Arbeitspaket sind Prof. Dr. Yvette Völschow sowie Marlene Helms, MA.

Kartenmaterial

Stadt Cloppenburg: http://goo.gl/maps/3xTWd

Stadt Vechta: http://goo.gl/maps/nX9UB

Gegenstand dieses Arbeitspaketes ist, in Auseinandersetzung mit den theoretischen Konzepten und in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitspaket 3 (Experteninterviews), die Erfassung und Aufarbeitung der statistischen Daten der Untersuchungsregion um diese für die Arbeitspakete 1 (theoretisches Rahmenmodell), 5 (Gruppendiskussionen) und 6 (Bevölkerungsbefragung) bereitstellen zu können. Besondere Beachtung finden dabei die sicherheitsrelevanten Grunddaten zur Region (objektive Daten, z.B. Sozialdaten, Polizeiliche Kriminalstatistik etc.) sowie formale Verarbeitungsmuster.

Im Arbeitspaket 2 wird somit eine grundlegende Datenbasis der exemplarischen Region in Bezug auf den Themenkomplex ‚Sicherheit‘ erstellt und zu einer raumbezogenen Datengrundlage zusammengetragen und ausgewertet. Weiterhin werden sicherheitsrelevante Akteure in öffentlichen und kommunalpolitischen Diskursen identifiziert und regionale Mediendiskurse über Kriminalität und Kriminalprävention anhand der Auswertung einer Regionalzeitung ausgewertet. Die Ergebnisse werden in das theoretische Rahmenmodell integriert und für die anderen Arbeitspakete zur Verfügung gestellt.

Zuständig für das Arbeitspaket sind Prof. Dr. Gabriele Nellissen und Birger Philipp, MA.

In diesem Arbeitspaket werden über den gesamten Projektverlauf die Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitspakete zusammengeführt und systematisch aufeinander bezogen (“Triangulation“), um das theoretische Rahmenmodell im Sinne der „grounded theory“ (weiter-)zuentwickeln. Das Ziel ist somit, die theoretische und empirische Fundierung eines Rahmenmodells zur Erfassung und Typisierung von Sicherheitsmentalitäten in ländlichen und kleinstädtischen Regionen. Um die Identifikation sicherheitskultureller Deutungsmuster, die Typisierung sicherheitsrelevanter Verarbeitungsmuster und die Rekonstruktion lokaler Sicherheitsmentalitäten gewährleisten zu können, werden die erhobenen qualitativen und quantitativen Daten im Arbeitpaket 1 zusammengebracht. Darüber hinaus werden entlang vorhandener empirischer Daten Sicherheitswahrnehmungen und Kontrollstile aus anderen ländlichen bzw. großstädtischen Regionen betrachtet und die gewonnen Erkenntnisse vor dem Hintergrund der neueren „rural criminology“ diskutiert.

Verantwortlich für dieses Arbeitspaket sind Prof.´in Dr. Nina Oelkers und Dr. Sascha Schierz.

Kontakt

Prof.’in Dr. Daniela Klimke

Studiengebiet Kriminalwissenschaften
Polizeiakademie Niedersachsen
Bürgermeister-Stahn-Wall 9, 31582 Nienburg/Weser
klimke@uni-bremen.de
Tel.: 0175-6076798

Marlene Tietz, M.A.

Polizeiakademie Niedersachsen
Bürgermeister-Stahn-Wall 9, 31582 Nienburg/Weser
marlene.tietz@gmx.de